Zur Person

Christopher Paun ist sowohl gebürtiger als auch Wahl-Berliner. 1988 haben seine Eltern mit ihm die DDR verlassen und er wuchs in Regensburg auf. 1999 kehrte er wieder nach Berlin zurück, um hier zu studieren.
Das Studium wurde allerdings zurückgestellt, weil sich aus dem Praktikum in einem Online-Verlag ein Volontariat entwickelte. Und weil in der New-Economy alles etwas schneller geht, wurde aus dem Volontär schon nach sechs Monaten der Chefredakteur eines 20-köpfigen Start-up Unternehmens.
Seine Anstellung hat er allerdings aufgegeben, um doch noch ein Studium der Politik- und Kulturwissenschaften aufzunehmen. 2004 hat Christopher Paun seinen ersten Studienabschluss als Bachelor of Arts der Kulturwissenschaften gemacht und studierte anschließend im Master-Studiengang Internationale Politik.
Die Politik interessiert ihn aber nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. 2001 hat er den Bezirksverband Friedrichshain-Kreuzberg-Neukölln der Jungen Liberalen neu gegründet und wurde noch im selben Jahr für die FDP in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Friedrichshain-Kreuzberg gewählt. Dort arbeitete er im Haushaltsausschuss, im Ausschuss für Verwaltung und Bezirksfusion, im Schulausschuss und im Ausschuss für Kultur und Bildung. Außerdem kümmerte er sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der FDP in der BVV.
Im Jahr 2005 kandidierte er für den Bundestag im Wahlkreis 84 "Berlin Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost" und erhielt 4,6% der Zweitstimmen.


Pressestimmen


Standpunkte

Bürgerrechte statt Überwachungsstaat

Die wichtigste Aufgabe der Politik ist für mich als Liberalen der Schutz der individuellen Freiheit und die Möglichkeit selbst bestimmten Handelns. Freiheit braucht Sicherheit, doch Sicherheit ohne Freiheit ist wertlos. Die FDP setzt sich konsequent für die Freiheit ein - sie ist die einzige Bürgerrechtspartei in Deutschland. Union und SPD überbieten sich gegenseitig mit immer neuen Sicherheits-Ideen auf Kosten der Freiheit. Und auch die Grünen haben Otto Schilys Law & Order-Politik mitgetragen - von Telefonüberwachung über Gen-Datenbanken bis hin zum Abschuss von Passagierflugzeugen. Das Gleiche gilt für den e-Pass, eine Idee von Otto Schily, die von Datenschützern heftig kritisiert wird. Ein Missbrauch der Daten ist keineswegs ausgeschlossen. Die im e-Pass gespeicherten Daten können zur automatisierten Personenerkennung und Erstellung von Bewegungsprofilen eingesetzt werden.
Ein freiheitlicher Staat kann und darf auch im Namen der Sicherheit nicht Alles. Totale Sicherheit gibt es in einer freiheitlich offenen Gesellschaft ohnehin nicht. Häufig geht es dem Staat aber nicht nur um die Sicherheit, sondern auch um die Wahrung seiner eigenen Interessen. So wurde beispielsweise mit den Stimmen der Grünen und gegen die der FDP das "Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit" verabschiedet. Hinter diesem höchst irreführenden Namen verbirgt sich nichts anderes als die Abschaffung des Bankgeheimnisses. Finden Sie es akzeptabel, dass die Behörden jederzeit Einblick in Ihr Konto nehmen können, selbst wenn Sie nichts zu verbergen haben? Ich nicht. Deshalb werden wir uns für die Rücknahme des Gesetzes einsetzen. Das Gleiche gilt für weitere Gesetze, wie "das Gesetz zur Neuregelung von Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses" und noch einige andere Gesetze, die Schritt für Schritt die Freiheit einschränken.
Statt immer neue Sicherheitsgesetze zu erlassen, muss endlich etwas gemacht werden, was wirklich zu Sicherheit beiträgt. Der Eifer beim Erfinden neuer Sicherheitsgesetze lenkt nur davon ab, dass die Politik unfähig ist, die Sicherheitsbehörden vernünftig auszustatten. Ich will keinen Überwachungsstaat, sondern eine bürgnahe und effektiv ausgestattete Polizei. Die Sicherheitsbehörden sollen die Freiheit und die Sicherheit der Bürger schützen und nicht selbst zu einer Bedrohung für den Bürger werden. Behandelt der Staat jeden seiner Bürger als Verdächtigen, so wird der Bürger dem Staat für dieses grundsätzliche Misstrauen ein ebensolches Misstrauen entgegenbringen. Ziel einer liberale Politik der Inneren Sicherheit ist es hingegen Vertrauen zwischen Bürger und Staat herzustellen. Das soll durch transparente und bürgernahe Sicherheitsbehörden erfolgen, und durch den Schutz der Bürgerrechte.


Demo gegen den e-Pass und den gläsernen Bürger



Das Bürgergeld: Arbeitsmarkt & Soziale Sicherung

Dass gute Absichten nicht gleichbedeutend mit guten Ergebnissen sind, mussten die Bürger unseres Landes schmerzhaft erfahren. Die Regierung mag die besten sozialen Absichten gehabt haben, ihre Ergebnisse waren alles andere als sozial. Für Liberale dagegen zählen gute Resultate statt nur guter Absichten. Die Marktwirtschaft ist erwiesenermaßen erfolgreicher als die aktuelle Staatswirtschaft mit ihrem Subventionsdschungel, Steuerausnahmetatbeständen und bürokratischen Regelungen ohne Ende.
Es ist besser, aus eigener Kraft den Lebensunterhalt verdienen zu können, als auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein. Deshalb kann das Ziel einer vernünftigen Wirtschaftspolitik nur sein, möglichst viel Wachstum und Arbeitsplätze zu fördern. Denn nur wenn Viele etwas leisten, ist die soziale Absicherung der Bedürftigen gesichert.
Es wird leider immer Menschen geben, die vorübergehend oder auch dauerhaft nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen. Deshalb brauchen wir neue Ideen, wie wir diesen Menschen helfen können. Die rot-grüne Lösung des Problems heißt Hartz IV - wieder ein Fall von gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Die Alternative der FDP zu Hartz IV ist das Bürgergeld-Konzept, ein Steuertransfer-System aus einem Guss. Sämtliche Sozialleistungen werden zu einem Bürgergeld zusammengefasst, das für Geringverdiener und Arbeitslose vom Finanzamt ausbezahlt wird. Das Konzept ist weniger bürokratisch und sozialer. Es sorgt für einen stufenlosen Übergang von der alimentierten Arbeitslosigkeit in den Niedriglohnsektor. Je mehr man verdient, desto geringer wird der Zuschuss vom Staat. Der Übergang ist fließend, eine abrupte Hürde, ab der man plötzlich gar keine Sozialleistung bekommt, gibt es nicht mehr. Die künstlichen "1 Euro Jobs" werden abgeschafft. Durch den zweiten Arbeitsmarkt werden keine regulären Arbeitsplätze mehr vernichtet. Ein echter Arbeitsplatz ist einfach besser für die Betroffenen!


Grafik: Ergebnisbericht der FDP-Kommission Bürgergeld – Negative Einkommensteuer (KoBüNE)




Menschenrechte statt Waffenexporte

Die Universalität der Menschenrechte muss ein Grundsatz der deutschen Außenpolitik sein. Wenn Staaten die Rechte ihrer Bürger mit Füßen treten und dabei auf landesspezifische oder kulturelle Besonderheiten verweisen, dürfen wir das nicht widerstandslos hinnehmen.
Die Devise "Wandel durch Handel" wurde von FDP-Außenministern geprägt und ist nach wie vor richtig. Durch die Öffnung von Märkten können auch Gesellschaften geöffnet werden. Doch die Politik von Schröder und Fischer hat hier jedes Augenmaß verloren. Bei seinem Besuch in Peking ist Schröder vorgeprescht und hat China zugesagt, sich in der EU für eine Aufhebung des Waffenembargos einzusetzen. "Wandel durch Waffenhandel" ist keine Devise zur Förderung von Menschenrechten und Demokratie!
Gegen diese verfehlte Außenpolitik haben sich weder Außenminister Joseph Fischer noch Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul gestellt. Obwohl die "rote Heidi" eine Reihe von Steuern neu einführen oder erhöhen will, lehnt sie eine Waffenexportsteuer strikt ab. Die Ausfuhr von Waffen sollte so restriktiv wie möglich gehandhabt werden. Die Exportgenehmigungen für Waffen nach Usbekistan, wie sie die Bundesregierung erteilt hat, sind angesichts der blutig unterdrückten Proteste der usbekischen Opposition skandalös.


Christopher Paun hat sich bei einer Forschungsreise in Asien für Menschenrechte und Demokratie eingesetzt - hier diskutiert er mit dem Bürgemeister von Yangcheon-gu (Korea) über Demokratisierung auf kommunaler Ebene.



Freiwilligenarmee statt Wehrpflicht

Der Kalte Krieg ist vorüber. Dass sich die Sicherheitslage damit geändert hat, ist kein Geheimnis. Sehr wohl aber, warum Deutschland immer noch an der Wehrpflicht und dem Zivildienst festhalten will – ganz im Gegensatz zu vielen europäischen Nachbarländern.
Auch hierzulande gibt es überzeugende Gründe für eine Freiwilligenarmee. Wer freiwillig seinen Dienst leistet, egal ob an der Waffe oder am Rollstuhl, ist einfach motivierter. Denn die Aufgaben zivil oder militärisch werden immer komplexer und verlangen dem Einzelnem mehr ab. Dafür braucht man Profis und keine Amateure.
Bei Einsätzen im Rahmen unserer Bündnispartnerschaften müssen wir gut aufgestellt sein. Mit einer Freiwilligenarmee deren Struktur sich an die veränderte sicherheitspolitische Lage angepasst: mit Klasse statt Masse.


Christopher Paun demonstriert mit den JuLis gegen Wehrpflicht



Klimaschutz

Das Kyoto-Abkommen war der erste kleine Schritt auf dem Weg zu einer globalen Umweltpolitik. Die USA gefährden durch ihre konsequente Weigerung, das Abkommen zu ratifizieren, den Erfolg. Die USA sind nicht nur der größte CO2 - Produzent der Welt, sondern erfüllen auch eine Vorbildfunktion. Viele weniger entwickelte Staaten nehmen die Haltung der USA als Rechtfertigung, um das Abkommen selbst nicht zu unterzeichnen.
Auch Deutschland und die anderen EU Staaten sollten nicht zu stolz auf sich sein. Deutschland hat Probleme die Vorgaben des Kyoto-Abkommen zu erfüllen. Die Gründe liegen in einer verfehlten Umweltpolitik. Eine Ökosteuer ist ein sinnvolles Instrument, aber nur wenn sie nicht nur die Staatskasse füllt, sondern wirklich Lenkungswirkung entfaltet. Die rot-grüne Ökosteuer tut dies nicht. Sie folgt vielmehr dem Motto: Rasen für die Rente.
Die Jungen Liberalen fordern bereits seit Mitte der 80er Jahre eine Umweltpolitik, die sich marktwirtschaftlicher Steuerungsmittel bedient. Wenn auf den Verbrauch natürlicher Ressourcen ein Preis erhoben wird, dann wird das zur Entwicklung umweltfreundlicher Technologien führen. Dies erhöht die Wettbewerbsfähigkeit - auch im internationalen Vergleich.


Christopher Paun demonstriert mit den JuLis
vor der US-Botschaft für das Kyoto-Abkommen



Wettbewerb: Kampf den Monopolen

Der faire Wettbewerb ist das Prinzip, das die Soziale Marktwirtschaft steuert und sie effizienter macht als die Staatswirtschaft. Zum Schutz des faire Wettbewerbs muss der Staat manchmal in die Wirtschaft eingreifen, z.B. wenn es um den Kampf gegen Monopole geht. Für die Monopole auf dem Energiemarkt, bei der Bahn und im Telekommunikationsbereich ist der Staat selbst verantwortlich, und hat daher besondere Verantwortung für Wettbewerb zu sorgen.
Am erfolgreichsten war die Liberalisierung bisher auf dem Telekommunikationsmarkt und hat zu günstigeren Preisen für den Verbraucher geführt. Doch auch dort gibt es Nachbesserungsbedarf. Die zurückhaltende Politik der Regulierungsbehörde hat dazu geführt, dass die Deutsche Telekom nach wie vor in einer marktbeherrschenden Position ist. Damit ein Telekom-Wettbewerber den Telefonanschluss eines Kunden bekommt, musste er lange Zeit an die Telekom höhere Gebühren entrichten, als der Endkunde für den günstigsten Anschluss bei der Telekom bezahlt. Die Großhandelspreise lagen also über den Endkundenpreisen. Das ist kein fairer Wettbewerb. Es kann nicht mehr von Marktwirtschaft gesprochen werden, wenn ein de-facto-Monopolist den Großhandel kontrolliert. Ziel der Wettbewerbspolitik muss es sein, einen Markt mit mehreren Anbietern zu schaffen, von denen keiner in einer marktbeherrschenden Position ist. Den Mitbewerbern muss eine Nutzung des, aus Monopolzeiten stammenden, Telekom-Netzes zu den gleichen Kosten ermöglicht werden, die auch für die Telekom selbst anfallen - ohne Quersubventionierung. Das wird am besten erreicht, wenn das Netz in eine eigene Firma ausgegliedert wird. Dann müssen die Telekom und ihre Mitbewerber zu den gleichen Konditionen den Netzzugang bei dieser Firma anmieten.
Die gleiche Netzzugangs-Politik muss auch bei anderen Monopolmärkten gelten - ob es das Stromnetz ist, das Gasnetz, oder das Schienennetz der Bahn. Die Wettbewerber müssen einen Zugang zu fairen Konditionen bekommen. Das führt zu Effizienz und zu günstigeren Preisen für die Verbraucher.


Christopher Paun demonstriert mit den JuLis
vor der Internationalen Funkausstellung
für mehr Wettbewerb im Telekom-Ortsnetz



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Christopher Paun im BTW'05

Christopher Paun im BTW'05

Christopher Paun im BTW'05

Christopher Paun im BTW'05

Christopher Paun im BTW'05

Christopher Paun im BTW'05

Christopher Paun im BTW'05

Christopher Paun

Christopher Paun im BTW'05

Christopher Paun

Christopher Paun in England

Christopher Paun

Christopher Paun in der BVV

Christopher Paun

Christopher Paun

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Christopher Paun

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