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Wer bin ich?
Eine wahrhaft philosophische Frage. Wer bin ich? Woher komme ich? Ich bin
nicht der erste der diese Fragen stellt. Wie es einer philosophische Frage gebührt,
will ich sie nicht beantworten, sondern erörtern.
Es lässt sich nicht leugnen, dass gewisse Ereignisse (wie "Die
Evolution", "Die Aufklärung", "Der zweite Weltkrieg"
oder die Liebe zwischen meinen Eltern) meine eigene Entstehung nicht völlig
unbeeinflusst gelassen haben. Der Einfachheit halber will ich aber mit meiner
Geburt beginnen. Dadurch erspare ich uns Erzählungen über mehrere
Millionen Jahre, über die ich sowieso nur Wissen (oder Glauben) aus zweiter
Hand zu bieten hätte. Das gilt zwar auch für meine Geburt, aber ich
gebe mir Mühe, es so authentisch wie möglich wirken zu lassen.
Man schrieb den fünften des Monats Dezember im Jahre des Herrn 1978,
als ich das Licht der Welt erblickte. Genau genommen handelte es sich nicht um
das Licht der Welt. Denn ich wurde nicht im Freien, sondern im Kreißsaal
des städtischen Krankenhauses im Friedrichshain geboren.
Als ich also das Licht der Leuchtstoffröhren erblickte, war ich sicher
nicht sehr erfreut. Bis heute bin ich kein Freund von Leuchtstoffröhren.
Bis auf die Leuchtstoffröhre, mit der ich die Milchglasplatte meines
Esstisches von unten beleuchte. Diese selbstgebastelte Licht-Installation halte
ich für sehr gelungen. Aber die Leuchtstoffröhren im Kreißsaal
hingen phantasielos an der Decke und verstrahlten vermutlich ein beunruhigendes
50-Hertz-Flimmern.
Draußen, im geteilten Berlin, war es dunkel. Es war sieben Uhr
morgens. Eine Zeit zu der ich nicht so gerne aufstehe. Viel lieber ziehe ich die
Decke über den Kopf, kuschle mich in mein warmes Bett und lasse mich zwei
Stunden später vom Duft frischer Brötchen und frisch geröstetem
Kaffee wecken. Lasse mir ein großes Frühstück ans Bett bringen,
mit einem Fünf-Minuten-Ei, verschiedenen Käsesorten, Putenbrust,
ungarischer Salami, Parma-Schinken, Melone, Fruchtsalat, Joghurt, Kirsch-Konfitüre,
Akazienhonig, Orangen- und Ananas-Saft, sowie Milchkaffee und die bereits erwähnten
frischen Brötchen.
Aber das ist Wunschdenken. Meistens muss ich früher aus dem Bett als
es mir lieb ist. Damit mir das auch gelingt, habe ich ein ausgeklügeltes
System entwickelt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Qualität des
Aufwachens erheblich davon abhängt, aus welcher Schlaf-Phase heraus ich
geweckt werde. Werde ich aus der Traumphase, auch rapid eye movement oder kurz
REM-Phase genannt, geweckt, so bin ich manchmal nicht Willens aufzustehen, weil
der Traum so interessant war. Nicht etwa weil ich meine Träume wie
Tintenkleckse beim Rorschachtest auswerten möchte. Nein, ich reagiere
vielmehr wie ein bockiges Kind, dem man verbietet einen Film bis zum Ende
anzusehen, weil es ins Bett muss. Quasi aus Trotz gegen diesen Eingriff versuche
ich dann weiterzuschlafen.
Werde ich hingegen aus der Non-REM-Phase 3 oder 4 geweckt, fühle ich
mich meist müde, lustlos und schlaftrunken. Frisch und ausgeruht erwache
ich imho* hingegen aus den Non-REM-Phasen 1 und 2.
(*imho: in my humble opinion - oder ausführlich:
Sollten diese Zeilen von einem Experten gelesen werden, so bitte ich diesen um
Nachsicht. Es handelt sich lediglich um meine subjektiven Eindrücke)
Leider habe ich aber keinen Wecker, der erkennt in welcher Schlaf-Phase ich
mich befinde und sich danach richtet. Nur einen einfachen Werbegeschenk-Wecker
von Gruner und Jahr, deren Fernsehzeitschrift ich übrigens wieder
abbestellt habe, da ich kaum fernsehe. Jedenfalls versuche ich mich dahingehend
zu konditionieren, dass mich der Klingelton des G+J-Funkweckers in eine
aufwachvorbereitende Schlafphase versetzt.Fünf Minuten später bemüht
sich dann mein Handy, mich mit einer Neu-Interpretation des dritten
Brandenburgischen Konzertes von Bach zu wecken. Das zwingt mich natürlich
zum Eingreifen. Bevor die Polyphonie dieses barocken Meisterwerkes vollends
durch das Gepiepse verunstaltet wird, stehe ich auf und bringe das Handy, dass
in angemessener Entfernung zu meinem Bett liegt, zum schweigen. Wenn ich dann
schonmal stehe, kann ich auch gleich ins Bad weitergehen. Der Erfolg meiner
Konditionierungsversuche hält sich offen gestanden in Grenzen. Manchmal
schlafe ich auch unter der Dusche weiter.
Aber im Krankenhaus war man offensichtlich nicht im geringsten um eine
sanfte Geburt bemüht. Eine Horde wildgewordener Krankenschwestern tanzte um
mich herum und schrie im Chor Pressen! Pressen!". Meine Mutter war
zwar auch Krankenschwester, aber die schrie nicht, die presste. Sollte mir also
Irgendjemand vorwerfen, dass ich zur Welt gekommen bin, so möchte ich zu
meiner Verteidigung vorbringen, dass ich unter Druck stand.
Was meine Eltern als freudiges Ereignis" bezeichneten, war für
mich eher ein Schock. Da schwamm ich neun Monate lang wohlbehütet bei 37
Grad Celsius vor mich hin und plötzlich wurde ich durch einen engen Kanal
gepresst um das Licht der Leuchtstoffröhren zu erblicken und die Kälte
dieser Welt (20°C) zu spüren. Dann kam noch dieser Arzt, hängt
mich an den Füßen auf und schlägt mir auf den Hintern.
Dieser Berserker verdrosch mir den Hintern, bis mir nichts anderes übrig
blieb als mich lautstark auf die UN-Menschenrechtscharta zu berufen. Dann
schnitt er die Schnur durch, die mir immer das Frühstück ans Bett
brachte, wickelte mich in irgendwelche kratzigen Stoffe und legte mich an die
Mutterbrust. Aber auch die Brust hat man mir genommen und durch etwas noch
schlechteres ersetzt: Eine Behältnis bestehend aus zwei verschiedenen
petrochemischen Thermoplasten, dass meine Eltern liebevoll Fläschchen
nannten und mit einer Milch füllten, die eigentlich einer Kuh gehörte
und für dessen Kalb bestimmt war. Ich fand das unmoralisch, aber das
interessierte nicht.
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Es galten nur
die Regeln, die Moral und die Werte die meine Eltern bestimmten. Aber auch nur
solang, wie ich bei meinen Eltern war. Wenn ich aus dem Haus ging und die
volkseigenen Pflastersteine betrat, dann galten die Regeln des ersten Arbeiter-
und Bauern-Staates auf deutschem Boden. In der Schule mussten wir immer Immerbereit!"
brüllen. Immerbereit gegen den kapitalistischen Klassenfeind zu kämpfen.
Von den christlichen Wertvorstellungen meiner Eltern wollte man da nichts
wissen. Soviel zum Thema Wertvorstellungen. Ich sage nur:
In
China essen sie Hunde.
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Das Gewissen ist fähig,
Unrecht für Recht zu halten, Inquisition für Gott wohlgefällig
und Mord für politisch wertvoll. Das Gewissen ist 180 Grad drehbar.
Erich Kästner
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Dann musste
ich noch lernen, dass die beiden Großmächte dieser Erde alles daran
setzten, ein riesiges Raketenarsenal aufzubauen, mit dem man sämtliches
Leben auf der Erde gleich mehrmals vernichten könnte. Das fand ich alles
seltsam.
Ich hielt die Welt für verrückt. Ich war zwar erst acht, aber ich
hielt die Welt für verrückt und wollte etwas daran ändern. Als
sie in der Schule vom tollen großen Bruder Sowjetunion erzählt haben,
habe ich erzählt, was die Russen für schlimme Sachen in Afghanistan
machen - das haben mir meine Eltern erzählt. Dann habe ich gehört,
dass die Amerikaner noch viel schlimmere Sachen in Nicaragua machen, und dass
habe ich dann wieder meinen Eltern erzählt. Die haben mir dann wieder
andere Sachen erzählt. Von Propaganda und Hetze hab ich was gehört.
Und sie haben mir den Brief von Reagan gezeigt. Ich hatte nämlich ein paar
Bilder gemalt mit Kindern aus Ost und West, die nicht immerbereit waren, sondern
miteinander spielten. Meine Eltern haben dazu einen Brief geschrieben und alles
zusammen ins weiße Haus geschickt. Darauf hatten wir eine Antwort
bekommen: You were good to remember us in such a thoughtful way. We
sincerely appreciate your kindness. Thank you for thinking of us." stand da
in Druckschrift unter einem goldenem Adler. Mit Füller hatten sie
unterschrieben Nancy and Ronald Reagan". Das erklärte zwar nicht
die Sache mit Nicaragua, aber es war nett.
Dass Reagan ein netter Kerl war, durfte ich aber nicht in der Schule erzählen.
Also tat ich es auch nicht. Ich ging in die Schule ließ mich mit
Geschichten von Ernst Thälmann berieseln und dachte mir alle doof".
Aber das änderte sich, als ich ein Mädchen fand, dass ich nicht doof
fand: meine erste Flamme" namens Susi.
(Ich erzähle noch immer von der Zeit als
ich acht war) Ich rannte auf dem Schulhof zu ihr und küsste sie auf
die Wange. Ihr gefiel das gar nicht. Sie schrie, rannte weg und verpetzte mich.
Ich musste wieder ins Lehrerzimmer wo man ganz besonders sauer auf mich war,
weil ich nicht zum ersten Mal unangenehm aufgefallen bin. Erst ein paar Tage
vorher, hatte ich mich an einer Wandtafel vergriffen und aus Die
Jung-Pioniere sind eine Organisation von Kindern,..." mit einem einfach
Strich Die Jung-Pioniere sind eine Organisation von Rindern,..."
gemacht. Außerdem hatte ich Susi eine Micky-Maus geschenkt, die zusammen
mit einer Mini-Maus spielte. Das war natürlich nicht political correct,
weil es sich bei Micky-Maus um faschistische Propaganda handelt. Das musste ich
einsehen. Mein Susi-zentrisches Weltbild war zerstört und ich kam zu der
Ansicht alle doof, ich auch".
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Es kommt in der Politik nicht
darauf an, wie eine Sache ist; es kommt darauf an wie sie wirkt.
Kurt Tucholsky |
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Ich stimmte
also mit Sokrates und seinem berühmtesten Satz: "Ich weiß, dass
ich nichts weiß" überein. Nur meinte ich auch noch zu wissen,
dass die anderen ebenfalls nichts wissen. Aber da war ich mir auch wieder nicht
so ganz sicher. Immerhin wusste ich, dass derjenige der nichts weiß und
weiß, dass er nichts weiß, klüger ist als derjenige der nichts
weiß und nicht weiß, dass er nichts weiß. Das war ja schonmal
ein Anfang. Aber ich wollte mehr wissen. Da kam es mir ganz gelegen, dass meine
Eltern aufgefordert wurden, binnen 14 Tagen das Land zu verlassen. Der Brief
erreicht meine Eltern einen Tag, nachdem ich wieder ins Lehrerzimmer musste,
weil ich beim Sohn meiner Klassenlehrerin zu Hause auf Besuch war und ihm
gezeigt habe, wie man Westfernsehen empfängt. Doch jetzt sollte ich den
Westen aus der Nähe sehen.
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Der Jammer der Menschheit ist,
dass die Narren so selbstsicher sind und die Gescheiten so voller Zweifel.
Bertrand Russell |
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Meine erste
Station war ein Ortsteil von Engelskirchen (in der Nähe von Köln), bei
dem es sich im Wesentlichen um eine Ansammlung von Häusern zwischen zwei
Kur-Kliniken handelte. Das diente quasi zur Eingewöhnung bevor es noch
weiter westlich ging. Hier gab es zum ersten Mal schulischen Religionsunterricht
- sogar zwei Sorten: Religion à la carte! In Kalifornien gab es dann weit
mehr als zwei Sorten. Da gab es so viele Sorten von Religion, wie es
Eiskrem-Sorten gab. Es gab sogar welche, die kleine Kinder von der Straße
entführen und dem Satan opfern - hat man mir erzählt, damit ich nicht
mit fremden Kindern in den Straßen von San Francisco spiele.
Überhaupt schienen die Leute überall an etwas anderes zu glauben.
In Süd-Afrika habe ich einem Siebenten-Tags-Adventisten-Pastor erzählt,
dass ich seine Predigt nicht gut fand. Er hatte gegen die Schwarzen gewettert
und gesagt, dass man diese Terroristen nicht an die Regierung lassen dürfe.
Der Pastor war beleidigt und wollte nicht mit einem Kind herumdiskutieren. Ich könne
das nicht verstehen, weil ich ein Europäer bin.
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Als Christus die Menschen
lehrte, einander zu lieben, erregte er eine solche Empörung, dass die Menge
schrie: "Kreuzige ihn!" Von jeher sind die Christen eher der Masse
gefolgt als dem Stifter ihrer Religion.
Bertrand Russell |
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Ein anderer Süd-Afrikaner
hat mir dann nochmal erzählt, dass die Schwarzen wirklich Terroristen
seien, dass sie ungebildet seien und dass sie ohnehin nur denjenigen wählen,
den auch ihr Stammeshäuptling wählt. Ich musste natürlich
einsehen, dass es keine Demokratie ohne Demokraten geben kann. Und ich habe mich
gefragt, ob es nicht besser wäre, wenn man die Herrschaft den Experten überlässt.
Vor mir hatte auch schon Platon so gedacht und seine Ansichten unter dem Titel
Politeia" niedergeschrieben. Aber auch das hatte mich nicht überzeugt.
Erstens hatte Platon keine gute Schreibe und zweitens hatte ich schon gesehen
wohin es führt, wenn die Herrschaft in den Händen weniger liegt. Man
musste also doch mit der Demokratie und all ihren Unzulänglichkeiten klar
kommen.
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Es sind nicht die besten
Bauern, die sich zum Bürgermeister wählen lassen - die haben nämlich
keine Zeit dafür.
Kurt Tucholsky |
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Zwischen
unseren Reisen kehrten wir immer wieder nach Regensburg zurück. Dort zogen
wir hin, nachdem meine Eltern im Land der unbegrenzten Möglichkeiten keine
Möglichkeit gefunden hatten. Regensburg liegt in einem Land, dass mir sehr
fremd war: Bayern. Ich wusste nicht viel über Bayern. Nur dass dort ein
sagenumwitterter Kaiser namens Franz Josef Strauss regierte, dass die BMWs dort
gebaut werden und dass die Leute dort kein richtiges Deutsch sprechen. Aber
nicht nur mit dem bayuvarisiertem Deutsch hatte ich so meine Schwierigkeiten.
Auch das Englisch-Lernen gestaltete sich kompliziert. In Bayern sprach man nämlich
Oxford-English und keinen California-Slang. Aber bis zur mündlichen
Abitur-Prüfung habe ich auch das hingekriegt.
Noch vor meinem achtzehnten Geburtstag lernte ich Bayern mögen und
sprach so gut bayerisch, dass ich ohne Hilfe eines Dolmetschers beim örtlichen
Amt für öffentliche Ordnung und Straßenverkehr" ein
Gewerbe anmelden konnte. Ich hatte eine schriftliche Einverständniserklärung
meiner Eltern dabei, die dort akzeptiert wurde. Meinen Telefonbucheintrag ließ
ich auf Christopher Paun IT-Systems & more" abändern.
Einige Wochen nachdem ich bereits meine erste Umsatzsteuervoranmeldung gemacht
hatte, hatten es sich die Leute vom Amt anders überlegt und meinten, dass
alles was ich tue erst mal schwebend unwirksam sei. Zum Glück haben sie den
Leuten die das betraf, nichts davon erzählt - außer natürlich
meinen Eltern. Genau genommen handelte es sich jetzt um eine ganz andere Behürde,
die auch noch mitreden wollte. Ich ging also mit meinen Eltern zu einem
Rechtspfleger, der an die Wand seiner Amtsstube ein Kruzifix und ein Bild seines
Pudels gehängt hatte. Ich erzählte ihm ein wenig über mein Geschäft
und er gab gegen eine Gebühr von 350 Mark sein Einverständnis. Spitze,
dachte ich mir, Hauptsache der heiligen Bürokratie wird gehuldigt. Spätestens
hier wurde ich ein Anhänger des bösen F-Wortes und des bösen
S-Wortes: Freiheit und Subsidiarität
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Unter den vielen Geißeln,
die sich die Menschheit ausgedacht hat um sich das Leben zu erschweren,
erscheint die Bürokratie als die unnatürlichste aller
Naturkatastrophen
Ephraim Kishon
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Wenig später
wurde ich dann auch noch in die IHK gezwungen, als wär es eine
mittelalterlichem Zunft. Aber ich wollte nicht weiter als bevormundeter Untertan
leben, sondern als freier und verantwortungsbewusster Bürger. Also begann
ich mich am politischen Prozess zu beteiligen. Auf der Suche nach einer
politischen Partei landete ich bei den Liberalen. Weil mir aber auch die nicht
ganz gepasst haben, wurde ich erstmal
Jungliberaler. Da konnte man
ein wenig rebellisch sein und nach Herzenslust die Freigabe weicher Drogen oder
die Abschaffung der Wehrpflicht fordern. Genützt hat es mir wenig. Quasi
zur Strafe hat man mich zum Zwangsdienst bei den Gebirgsjägern in
Berchtesgaden verdonnert. Erst nachdem ich mir nochmal ein paar Gedanken über
mein Gewissen gemacht habe, bekam ich eine Tätigkeit ohne
Schusswaffengebrauch bei der Arbeiterwohlfahrt.
Mitglied der
F.D.P. wurde ich erst, als sie
dem Beispiel der Jungliberalen gefolgt ist und sich ebenfalls zur Abschaffung
der Wehrpflicht ausgesprochen hat. Vorher schien mir für eine rundum
liberale Partei der Bürgerrechts-Flügel etwas zu vernachlässigt.
Quasi als Ausgleich habe ich mich entschlossen
ProAsyl zu unterstützen.
Es mag vielleicht als eigenartig erscheinen, dass mir zum Einen Bürgerrechte
und damit auch Datenschutz so wichtig ist, ich aber zum Anderen so viel Persönliches
für Jeden zugänglich ins Internet stelle. Der wesentliche Unterschied
ist: ich tue es freiwillig!
Aber wenn wir schon das Thema informationelle Selbstbestimmung ansprechen,
dann möchte ich auch langsam aufhören, Details preiszugeben. Für
weitere Fragen sollten wir besser in direkten Kontakt treten.
Viel Spaß noch beim Surfen!
Christopher Paun
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Es gibt keine
Ausflucht in den Gehorsam, auch wenn man den Gehorsam zu seiner letzten Tugend
macht. Er befreit uns nicht von der Verantwortung
Max Frisch
 Philosophie des Abendlandes
 Philosophie-Atlas
 The Muqaddimah: An Introduction to
History
 Tao Te King
 Photographie und Gesellschaft
 Wiederentdeckte Moderne
 Geschichte der Architektur, Vom
Klassizismus bis zur Moderne
 Picassos süße Rache
 Der Mullah von Bullerbü
 Rettet die Faustkeilindustrie
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Links
Kunst &
Kultur
e-mpressionsim.com Ist ein Online-Kunst-Projekt
von mir, bei dem ich nachbearbeitete Digital-Fotografien ausstelle.
Seminararbeit "Die Annäherung
der Fotografie an die Malerei im Piktoralismus als Strategie zur Anerkennung der
Fotografie als Kunst" (5MB mit Fotos)
Seminararbeit "Interface
Design - Die Gestaltung der Mensch-Maschine-Schittstelle als neue Design-Theorie"
Seminararbeit
Karl Friedrich Schinkel und seine Architektur
Seminararbeit
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Determinismus"
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